Wer braucht ein Managementsystem? (Juli 2009)
      
 
Was ist Qualitätsmanagement?
Wer braucht ein Managementsystem?
Wozu dient eine Zertifizierung?
 
  
Qualitätsmanagement und Zertifizierung

Qualitätsmanagement ist keine zusätzliche Aufgabe, sondern eine Möglichkeit, die Organisation auf eine bestimmte Weise systematisch zu leiten und zu lenken. Im Vordergrund stehen dabei Aspekte wie Transparenz, Effektivität, Nachvollziehbarkeit und Effizienz. Wenn die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems dazu führt, dass nun Dinge getan werden, die unsinnig sind und das Arbeiten erschweren, dann ist etwas falsch gelaufen.

Wer sich langfristig erfolgreich am Markt behaupten will, muss sich optimal organisieren. Bewährt hat sich dabei die Gestaltung eines umfassenden individuellen Managementsystems, mit dessen Hilfe die tägliche Arbeit systematisch, effektiv und effizient erfolgen kann.

Qualitätsmanagement bedeutet Prozessmanagement. Somit gilt es, die Prozesse und ihre Schnittstellen in der eigenen Organisation zu identifizieren, individuell optimal zu gestalten und zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu verknüpfen.

Es ist nicht ganz einfach, ein wirklich erfolgreiches Managementsystem zu gestalten: Die Geschäftsleitung muss überzeugt und für Veränderungen bereit sein, die Mitarbeiter müssen zum Mitmachen motiviert werden und es müssen die individuell bestfunktionierenden Lösungen zur Gestaltung der verschiedenen Abläufe und ihrer Schnittstellen gefunden werden.

Die Zertifizierung ist dabei ein unvergleichliches Instrument, eine ganze Organisation mit ihren Mitarbeitern in positive „Aufruhr“ zu versetzen. Sie kann Ressourcen und Fähigkeiten freisetzen und auf ein gemeinsames konkretes Ziel fokussieren. Sie führt zu einem Abschluss, den ein neutraler Außenstehender beurteilt. Zertifikate haben dann die Wirkung von „Siegerurkunden“, über die man sich wirklich freut und auf die jeder stolz sein kann - vorausgesetzt man hat ein akkreditiertes und anerkanntes Zertifikat eines renomierten Zertifizierers.

 
  

Stumpfe Sägen sägen nicht

Es begab sich zu einer Zeit, da ein weiser Mann durch den ach so grünen Wald schlenderte und dem fröhlichen Zwitschern der bunten Vögelein lauschte. Da plötzlich vernahm er ein gar unschönes Geräusch. War es das Schnarchen eines Bären? Nein – es war die stumpfe Säge, welche sich durch den Stamm eines dicken Baumes quälte.

Der weise Mann beobachtete den schwitzenden Säger mit seiner stumpfen Säge und fragte nach einiger Zeit des Überlegens: „Du Säger, warum mühst Du Dich so ab? Deine Säge ist ja ganz stumpf. Schärfe Sie doch einfach mal!“

Darauf sprach der Sägende: „Dafür habe ich keine Zeit, ich muss doch sägen!“

Doch der kluge Mann entgegnete: „Aber wenn Du Dein stumpfes Sägen kurz unterbrichst und Deine Säge schärfst, geht es doch dann dafür wieder viel besser vorwärts.“

Darauf antwortete der Säger: „Ich werde für das Sägen bezahlt und nicht für das Schärfen der Säge.“

Woraufhin der weise Mann meinte: „Aber es muss doch nicht sein, dass Du Dich dabei so plagst.“

Und der Säger entgegnete: „Da muss ich Dir Recht geben, weiser Mann. Meine Arbeit ist eine wahre Plackerei. Und die Arbeit wird von Stunde zu Stunde schwerer. Dafür muss ich jetzt endlich einmal besser entlohnt werden.“

Noch einmal sprach der weise Mann: „Wenn Du Deine Säge schärfen würdest, wäre es aber nicht mehr ganz so anstrengend. Auch wäre Dein Schnitt viel sauberer und Du könntest viel mehr Bäume am Tag absägen.“

Doch der Säger ließ sich nicht beirren und meinte: „Solange man mich nur für das Sägen und nicht für das Schärfen der Säge bezahlt, werde ich so weiter sägen!“

Und wenn er nicht gestorben ist, so sägt der Säger auch heute noch am selben Stamm.

 
  
Foto: photocase©oeda